Über 1.000 neue Jobs PLUS Ausbildung für arbeitslose WienerInnen

30. November 2018
(c) waff/David Bohmann

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, die Landesgeschäftsführerin des AMS Wien, Petra Draxl und waff-Geschäftsführer Fritz Meißl besuchten Mittwochnachmittag den Bewerbungstag „Meine Chance – Ihr Job PLUS Ausbildung“ im ÖGB Catamaran im 2. Bezirk. Über 500 arbeitsuchende WienerInnen von 20 bis 35 Jahre nutzten die Gelegenheit, um sich gleich vor Ort für offene Jobs mit Zukunft zu bewerben. Das Besondere daran: Die BewerberInnen gingen nicht nur mit der Aussicht auf einen fixen Job nach Hause, sondern werden mit Unterstützung des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) und des AMS Wien auch punktgenau für diesen und damit für ihre berufliche Zukunft qualifiziert. Das größte Interesse gab es für Ausbildungen zur ApplikationsentwicklerIn, zur medizinischen Fachassistenz sowie für Buchhaltung und Personalverrechnung.

Die Jobs wurden von rund 140 renommierten Unternehmen u.a. aus dem Gesundheits- und Pflegebereich, Lebensmittelhandel, Gastronomie, Handwerk und Technologie angeboten. Veranstaltet hat den Bewerbungstag, der heuer erstmals stattfand, der waff in Zusammen-arbeit mit dem AMS Wien im Rahmen des seit Jahren bewährten gemeinsamen Programms „Job PLUS Ausbildung“.

"Job PLUS Ausbildung: Eine win win Situation für Unternehmen und arbeitslose WienerInnen"

Peter Hanke

Hanke: „Job PLUS Ausbildung“ zeigt, was waff und AMS gemeinsam zustande bringen: Eine win win Situation für Unternehmen und arbeitslose WienerInnen“

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: „Von „Job PLUS Ausbildung“ profitieren alle: Wiener Unternehmen, die speziell ausgebildete Fachkräfte suchen, und arbeitslose WienerInnen, die diese Qualifikationen für einen beruflichen Neubeginn erwerben wollen. Jeder Cent, den wir hier investieren, ist eine wichtige und richtige Investition. Wir nehmen daher auch 2019 rund 1,5 Mio. Euro Fördermittel in die Hand und bieten damit über 1.000 arbeitslosen Wienerinnen und Wienern neue und zukunftsträchtige Jobchancen.“ Hanke unterstreicht dabei ausdrücklich die Bedeutung der Kooperation zwischen waff und AMS Wien: „Das Programm „Job PLUS Ausbildung“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was waff und AMS miteinander zustande bringen können.“ Auch der gemeinsame Bewerbungstag sei eine erfolgversprechende Initiative, um vor allem jüngeren arbeitsuchenden Wienerinnen und Wienern auf diesem Weg eine gefragte Qualifikation zu ermöglichen und ihnen neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen, so Hanke.

Kritik übt der Wiener Stadtrat am Sparkurs der Bundesregierung: „Bundesministerin Hartinger-Klein muss dafür sorgen, dass das AMS mit entsprechenden Budgetmitteln ausgestattet wird. Denn die geplanten Einsparungen insbesondere auch beim Personal, bezahlen am Ende des Tages die arbeitslosen Menschen. Das ist gerade vor dem Hintergrund der Segmentierung von Arbeitslosen durch ein Computerprogramm umso dramatischer,“ unterstreicht Hanke.

"Schwerpunkt unserer „Jobs PLUS Ausbildung“ auf Wachstumsbranchen ausgerichtet."

Fritz Meißl

Meißl: „Schwerpunkt unserer „Jobs PLUS Ausbildung“ auf Wachstumsbranchen ausgerichtet“

waff-Geschäftsführer Fritz Meißl betont: „Aus den aktuellen Wirtschaftsprognosen wissen wir, dass Arbeitsplätze für gut Qualifizierte in den nächsten Jahren deutlich zunehmen werden. Jobs für Personen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, werden dagegen weiter zurückgehen. Wachsen wird die Beschäftigung in Zukunft vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen, im Bereich Informationstechnologie und auch in der Hotellerie und Gastronomie. Den Schwerpunkt unserer „Jobs PLUS Ausbildung“ haben wir daher genau auf diese Wachstumsbranchen ausgerichtet.“

Draxl: „Qualifizierung nahe am Arbeitsplatz für immer mehr Wirtschaftstreibende interessant.“

AMS Wien-Landesgeschäftsführerin Petra Draxl unterstreicht: „Unser Anliegen ist es, auf die Wiener Unternehmen zuzugehen und mit ihnen gemeinsam jene Ausbildungen umzusetzen, die für sie derzeit wichtig sind. Wir sehen, dass die Qualifizierung nahe am Arbeitsplatz für immer mehr Wirtschaftstreibende interessant ist, und wir freuen uns über jeden weiteren Betrieb, der teilnimmt. Und für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist jede zusätzliche Qualifikation ein wesentlicher Beitrag zu einer Erwerbskarriere, von der man gut leben und in der man sich selbstbewusst entwickeln kann.“

"Qualifizierung nahe am Arbeitsplatz für immer mehr Wirtschaftstreibende interessant."

Petra Draxl

So funktioniert das spezielle Ausbildungsprogramm

Konkret unterstützt der waff die Unternehmen, mit denen er Kooperationsvereinbarungen eingegangen ist, bei der Personalsuche und fördert die Ausbildungskosten für die künftigen MitarbeiterInnen. BewerberInnen, die das Auswahlverfahren durchlaufen, in die Ausbildung aufgenommen werden und sie positiv abschließen, haben dann praktisch einen fixen Job. Während der Ausbildung finanziert das AMS die Kosten der Lebenshaltung.

Den Sprung in die Ausbildung geschafft hat z.B. Saran Wagner. Sie macht die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau bei Spar und hat bereits ihre schriftliche Lehrabschlussprüfung absolviert. Erhard Jan Miletics befindet sich gerade in der Ausbildung zum Pflegefach-assistenten an der KAV (Wiener Krankenanstaltenverbund) Schule am Sozialmedizinischen Zentrum Süd. Die beiden sind sich einig: „Dank dem Programm „Job PLUS Ausbildung“ können wir uns beruflich startklar für die Zukunft machen.“  

Auch Unternehmen hoch zufrieden

Auch die Unternehmen sind mit diesem speziellen Ausbildungsmodell hochzufrieden, wie Harald Ehrenberger, Leiter Human Ressources bei Ankerbrot, Oliver Löhlein, Geschäftsführer Samariterbund Wien und Gregor Kopa, Prokurist Soziale Dienste der Adventmisson unisono betonen. Viel Lob gibt es vor allem für die gute Zusammenarbeit mit dem waff.

„Job PLUS Ausbildung“ für Gesundheits- und Pflegebereich – Ausbildungsplätze für rund 790 WienerInnen

Laut der Beschäftigungsprognose des WIFO ist das gesamte Gesundheits- und Sozialwesen der Spitzenreiter unter den Wachstumsbranchen mit einem Bedarf von über 18.000 Beschäf-tigten bis 2023. Im Bereich der Sozial- und Pflegeberufe wird daher das Ausbildungsmodell bereits seit längerem erfolgreich für die Suche und Qualifizierung von geeignetem Personal eingesetzt. 2019 werden insgesamt rund 790 WienerInnen in Ausbildungen im Pflege- und Sozialbereich einsteigen können.

Dringend gesucht werden derzeit:

  • PflegeassistentInnen (Ausbildungszeit 1 Jahr)
  • HeimhelferInnen (Ausbildungszeit ca. 3,5 Monate)
  • RettungssanitäterInnen (Ausbildungszeit 3 Monate)

Chance für arbeitsuchenden WienerInnen mit höchstens Pflichtschulabschluss, Lehrabschluss nachzuholen – rund 300 Ausbildungsplätze in Gastronomie, Handel, Handwerk und Technologie

Rund 300 weitere Ausbildungsplätze werden u.a. in Hotellerie und Gastgewerbe, im Handel und in Technologie und Handwerk angeboten. Die theoretischen Ausbildungen finden dabei großteils in Kooperation mit Wiener Berufsschulen statt. Die praktische Ausbildung erfolgt in den jeweils nachfragenden Unternehmen. Der waff dehnt dieses Angebot in Abstimmung mit der WKW und dem AMS kontinuierlich auf weitere Branchen mit Fachkräftebedarf aus.

Aktuell werden gerade Personen gesucht, die ihre anrechenbaren beruflichen und/oder schulischen Vorkenntnisse nutzen möchten, um den Lehrabschluss im Bereich Handel bzw. Handwerk und Technologie nachzuholen.

  • Bereich Handel: Hier kooperiert der waff schon seit mehreren Jahren mit großen Lebensmittelunternehmen. Ziel ist hier das Nachholen des Lehrabschlusses zur/zum Einzelhandelskauffrau/mann und die anschließende Tätigkeit als Fachkraft. Aktuell werden BewerberInnen für eine große Lebensmittelkette gesucht.
  • Bereich Hotellerie & Gastronomie: Hier kooperiert der waff mit etwa 30 Wiener Hotels und Gastronomiebetrieben teils in der gehobenen Gastronomie und sucht BewerberInnen mit einschlägiger Berufserfahrung für Ausbildungen zu Fachkräften. Die Ausbildung zur Köchin/zum Koch sowie zur Restaurantfachkraft mit dem Ziel Lehrabschluss dauert ca. 15 Monate. Sie erfolgt direkt bei den Unternehmen und an der Berufsschule. Nach bestandener Prüfung hat man eine fixe Stelle.
  • Bereich Handwerk und Technologie: In Kooperation mit Wiener Unternehmen wird der Lehrabschluss in Installations- und Gebäudetechnik (17-monatige Ausbildung) und Kommunikationselektronik (2-jährige Ausbildung) sowie die anschließenden Dienstverhältnisse dazu angeboten. Wer die nötigen anrechenbaren berufspraktischen und/oder schulischen Voraussetzungen mitbringt, wird in der Ausbildung auf den Lehrabschluss und die anschließende Tätigkeit im jeweiligen Betrieb vorbereitet.

Bewerbungen und aktuelle Jobangebote; Informationen unter 217 48-777.

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