Unterstützung für Frauen bei berufsbegleitenden Studien

Sie wollen neben dem Job studieren? Der waff unterstützt Wienerinnen, die den nächsten Schritt machen und ein berufsbegleitendes Studium in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik machen möchten.

waff Beraterin Christine erklärt unser neues Angebot für Frauen, die berufsbegleitend studieren möchten.

So funktioniert unser Angebot:

  1. Clearingphase um gemeinsam herauszufinden, ob ein Studium im Bereich Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Technik das Richtige für Sie ist
  2. Beratung und Coaching vor und während dem Studium
  3. Finanzielle Unterstützung mit unserem Stipendienprogramm

1. Clearing

Gemeinsam klären wir mit Ihnen ab, ob ein Studium neben dem Job wirklich das Richtige für Sie ist. Zum Beispiel wenn Sie bereits eine Zugangsberechtigung zu einer Fachhochschule haben (Matura, Berufsreifeprüfung, BMS oder einen fachlich passenden Lehrabschluss), idealerweise berufliche Vorerfahrung (z.B. Lehre, BHS) mitbringen und sich weiter qualifizieren wollen. Oder Sie haben schon einmal ein Studium begonnen und dann abgebrochen. Auch dann können wir gemeinsam schauen, ob und wie Sie Ihr Studium wieder aufnehmen und beenden können.

2. Beratung und Coaching

Wenn Sie sich für eine Ausbildung im digitalen, nachhaltigen oder technischen Bereich entscheiden, begleiten wir Sie dabei. Wir beraten Sie zu Ihrer ausgewählten Ausbildung und klären ab, wie die Möglichkeiten zur Umsetzung sind. Wir bieten Info-Veranstaltungen zum Thema an und organisieren Vernetzungsworkshops mit den Fachhochschulen. Außerdem prüfen wir, ob ein Stipendium möglich ist. Wenn Sie sich für ein Studium entscheiden, dann sind wir von Anfang bis zum Ende Ihres Studiums mit Beratung und Unterstützung für Sie da.

Ihr nächster Schritt: Kontaktieren Sie uns!

Sie haben schon erste Vorstellungen zu Ihren nächsten Schritten? Vereinbaren Sie einen individuellen Beratungstermin unter 01/217 48 555.

Sie möchten sich vorher noch allgemeiner über das Programm informieren? Wir halten Sie über unser neues Angebot für Frauen, die einen Zukunftsberuf studieren möchten und über unsere Infoveranstaltungen auf dem Laufenden. Melden Sie sich hier an:

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Zustimmung zur Datenverarbeitung *

Ich stimme ausdrücklich zu, dass meine Daten zu folgenden Zwecken verwendet werden: 
 
- Für Einladungen zu Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Stipendium für berufstätige Wienerinnen
- Zur Übermittlung von Informationen über das Stipendium für berufstätige Wienerinnen
 
Diese Zustimmung ist jederzeit widerrufbar.

3. Voraussetzungen: Wer kann ein Stipendium bekommen?

Frauen, mit Hauptwohnsitz in Wien, die

  • mindestens 25 Jahre alt sind. Diese Altersgrenze kann unterschritten werden, wenn mindestens 24 Monate Berufstätigkeit nachgewiesen werden.
  • nach ASVG beschäftigt oder Neue Selbstständige sind
  • deren höchster Bildungsabschluss max. ein Bachelorstudium oder ein Magister-, Master- oder Diplomabschluss außerhalb der Bereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik ist
  • während des Studiums jährlich nicht über € 25.750 netto  verdienen
  • und die eine Studienplatzzusage in einem berufsbegleitenden Studium laut Liste der Studienrichtungen, die in diesem Programm gefördert werden können, haben

Wie hoch ist das Stipendium?

Die Höhe des Stipendiums beträgt insgesamt 10.000 für die vorgesehene Dauer des Bachelorstudiums und 7.500 für die vorgesehene Dauer des Masterstudiums.

Liste geförderter Studienrichtungen

Gefördert werden ausgewählte Studienrichtungen aus den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik an folgenden Fachhochschulen:

Auf dieser Liste der geförderten Studienrichtungen finden Sie alle Studien, die wir mit unserem Stipendiumprogramm fördern.

Ihren Antrag auf ein Stipendium können Sie nach der Studienplatz-Zusage bis maximal vier Wochen nach Beginn des ersten Semesters stellen.

Wenn Sie bereits studieren, können Sie unser Stipendium nicht in Anspruch nehmen.

Wer wird nicht gefördert?

  • Frauen mit einem Leistungsanspruch nach AlVG
  • geringfügig beschäftigte Frauen
  • Schülerinnen
  • selbstständig Erwerbstätige
  • Beamtinnen und Pensionistinnen

Berufsbegleitend studieren – was sind die Herausforderungen?

  • Freizeit: Arbeiten und Studieren erfordert sehr viel Zeit und Energie. Das bringt auch die Work-Life Balance durcheinander. Im Alltag haben Sie weniger Zeit für Hobbys. Der Urlaub wird oft für Lernen oder Prüfungen aufgebraucht. Wenn Sie Arbeitsstunden reduzieren, ist es etwas leichter. Das waff Stipendium unterstützt Sie finanziell.
  • Stress: Gute Planung ist wichtig. Ein strukturierter Alltag und Disziplin helfen bei der Bewältigung aller Aufgaben. Während dieser Doppelbelastung ist es gut, keine großen Veränderungen wie einen Umzug oder eine hohe Investition zu planen.
  • Familie und FreundInnen Ein Umfeld, das Sie unterstützt und Verständnis für Ihre reduzierte Freizeit hat, hilft im Alltag sehr. Wenn Sie Kinder haben ist es sehr wichtig, schon vorher abzuklären, wer bei der Kinder-Betreuung unterstützt.
  • Beruf/Studienfeld: Je nach Studium und Job ergeben sich Vor- und Nachteile. Bei einem flexiblen Job gibt es eventuell frühe und späte Arbeitszeiten, dafür aber eine flexible Zeit-Einteilung.

Wichtig ist, immer das Ziel vor Augen zu haben: Durchhalten lohnt sich, um später eine hochqualifizierte Stelle zu bekommen.

Eine Frau hält ein Röhrchen mit einem Keim neben einem MikroskopEine Frau hält ein Röhrchen mit einem Keim neben einem Mikroskop

Beispiele für Zukunftsjobs

  • Informatik: Software Design und Engineering
    Software DesignerInnen entwerfen das technische Design von Software, also deren technische Funktionalitäten wie auch die visuelle Oberfläche. Sie analysieren Produktanforderungen, programmieren, testen und implementieren Software für Computer, mobile Geräte, Industrieanwendungen, Smart-Home-Geräte, Virtual Reality Brillen uvm. Neben Programmiersprachen und Kenntnissen von Betriebssystemen und Hardware sind die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, Kreativität, Teamfähigkeit und Lösungsorientierung besonders wichtige Skills.
  • Bioengineering
    Als Biotechnikerin bringen Sie ein großes Interesse für Naturwissenschaften und Forschung mit und arbeiten daran, wie Laborforschung für die industrielle Produktion weiterentwickelt werden kann. Sie forschen zum Beispiel an Erdölersatzstoffen oder Biogas, der Züchtung von Gewebekulturen oder Ersatzorganen und arbeiten an der Entwicklung von Impfstoffen mit. Weiters arbeiten Sie im Qualitäts- und Prozessmanagement.
  • Biomedizinische Analytik
    Als biomedizinische Analytikerin befassen Sie sich mit der human- und veterinärmedizinischen Laboratoriumsdiagnostik im Rahmen des Behandlungs- und Forschungsbetriebes. Biomedizinische Analytikerinnen sind mit der eigenverantwortlichen Durchführung aller Laboratoriumsmethoden nach ärztlicher Anordnung betraut. Sie liefern wichtige Grundlagen, um Krankheiten zu erkennen und liefern der Ärzteschaft wichtige Informationen, welche für die Prävention, Diagnose und Behandlung notwendig sind. Wesentliche Skills für diesen Beruf: Sie haben Interesse an Naturwissenschaften und Medizin. Sie sind offen für innovative Technologien und gehen strukturiert, analytisch und organisiert an Fragestellungen heran.
  • Bautechnik, Hochbau, Tiefbau
    BauleiterInnen sind für die gesamte Organisation und Sicherheit eines Baustellenbetriebes, für die technisch korrekte Bauausführung und für die Rechnungsüberprüfung verantwortlich. Sie sorgen für die Einhaltung der Bautermine, koordinieren die Arbeiten der verschiedenen Gewerke und erteilen Anweisungen an die Bauhaupt- bzw. BaupolierInnen in der Bauausführung. Wichtige Skills: Analytisches Denken, Teamfähigkeit, Durchsetzungskraft und Organisationsstärke.
Eine Programmiererin sitzt beim Bildschirm und lächelt in die KameraEine Programmiererin sitzt beim Bildschirm und lächelt in die Kamera

Welche Fähigkeiten helfen beim Studium?

  • Englisch: Sprachkenntnisse sind von Vorteil, da die Arbeitssprache oft Englisch ist und auch die Programmiersprachen darauf basieren.
  • Sprachkompetenz generell: Texte verstehen und selber schreiben
  • Logisches Denken
  • Probleme lösen
  • Erfahrung mit Projektarbeit
  • Perspektivenwechsel: sich in die Anforderungen der UserInnen reindenken