Der Wiener Arbeitsmarkt

Der waff beobachtet die Entwicklungen am Arbeitsmarkt in Wien genau. Das ist wichtig, um die Unterstützung gut auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer*innen abzustimmen und weiterzuentwickeln.

Wien war in den vergangenen Jahren von einer wachsenden Bevölkerungszahl und einer guten konjunkturellen Entwicklung mit einem Zuwachs der Arbeitsplätze und einer rückläufigen Arbeitslosigkeit geprägt. Diese erfreuliche Entwicklung wurde im März 2020 durch die Corona-Krise gestoppt. Trotz anhaltender Pandemie gab es 2021 ein starkes Wirtschaftswachstum mit steigender Beschäftigung und Rückgang der Arbeitslosigkeit. Für 2022 wird mit einem weiteren Aufschwung gerechnet, womit die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau von 2019 wieder übersteigen wird. Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Ukraine bleiben die Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet.

Aktuell hat Wien 1,9 Mio. Einwohner*innen, die Bevölkerung wächst weiter. Laut aktuellen Prognosen wird die Zahl bis 2027 auf über 2 Mio. steigen. Entsprechend nimmt auch das Arbeitskräfte-Angebot am Wiener Arbeitsmarkt zu.

Fakten zum Wiener Arbeitsmarkt 

  • 22 % der österreichischen Bevölkerung wohnt in Wien.
  • 23 % aller unselbständig Beschäftigten arbeiten in Wien.
  • 48 % aller Beschäftigten in Wien sind Frauen
  • 25 % des Brutto-Inlandsprodukts wird in Wien erwirtschaftet.
  • mit über 50.000 Euro Brutto-Regionalprodukt pro Kopf liegt die Wertschöpfung in Wien um 19 % über dem österreichischen Durchschnitt.
  • 275.000 Pendler*innen kommen zum Arbeiten nach Wien.
  • Der Wirtschaftsstandort ist geprägt von wissensbasierter Dienstleistung, seine Wachstumspotenziale liegen in Bereichen, in denen gut qualifizierte Arbeitskräfte gebraucht werden.

Der Wiener Arbeitsmarkt in Zahlen

Zum Wiener Arbeitsmarkt erstellen wir jeden Monat die wichtigsten Statistiken auf einen Blick. Aktuelle Reports zum Arbeitsmarkt finden Sie rechts im Download-Bereich.

2021 stieg das Arbeitskräfte-Potenzial (Summe der Beschäftigten und Arbeitslosen) in Wien um 0,3% (2020 waren es noch +1,4 %). Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 gab es 2021 um 4.912 mehr unselbständige Beschäftigungsverhältnisse, ein Anstieg um 0,6 % auf insgesamt 869.029 Beschäftigungsverhältnisse (48 % davon Frauen). Im Jahresschnitt 2021 waren 126.680 Personen arbeitslos, das sind 11.812 Personen bzw. 10,3 % mehr als im Jahr 2019 (Vorkrisenjahr).

Der waff kooperiert in Bezug auf die Analyse des Wiener Arbeitsmarkts eng mit der Stadt Wien, Magistratsabteilung 23-Wirtschaft, Arbeit und Statistik. Neben den vom waff beauftragten Studien und Strukturanalysen finden sie hier weitere Informationen zum Wiener Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt:
https://www.wien.gv.at/wirtschaft/standort/publikationen.html#kon.

Je besser die Bildung, desto besser die Zukunft.

47 Prozent der Wiener Arbeitslosen haben maximal einen Pflichtschulabschluss. Die Arbeitslosenquote für Personen mit maximal Pflichtschulabschluss lag bei 33 Prozent, für jene mit Lehrabschluss hingegen bei 13 Prozent.

Zahlreiche Studien zur Beschäftigungsentwicklung verdeutlichen den Zusammenhang zwischen geringer formaler Bildung und Arbeitslosigkeit:

Für Wien wird weiterhin Beschäftigungswachstum für Berufe prognostiziert, welche höhere Qualifikationen voraussetzen. Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss werden in Zukunft am Arbeitsmarkt noch weniger gefragt sein.