Vom Eventmanager zum Personalverrechner

Mark Daniel Santa NahaufnahmeMark Daniel Santa Nahaufnahme
Mark Daniel Santa baut sich ein zweites Standbein als Personalverrechner auf

Mark Santa kommt im Frühjahr 2020 in Kurzarbeit und ins Grübeln. Mit Hilfe des waff baut er sich ein zweites Standbein auf – und ist jetzt glücklich.

Wenn er ehrlich ist, meint Mark Santa, hat er nie daran gedacht, seinen Job als Group-, and Event Sales Manager aufzugeben. In der Schule hat sich der 37-Jährige auf Hotel- und Restaurantmanagement spezialisiert, war Rezeptionist, seit mehreren Jahren ist Sales und Eventmanagement seine Haupttätigkeit. “Ich beschäftige mich gerne mit Menschen, es war nie langweilig. Egal ob eine Hochzeit oder eine Konferenz – du kannst dich darum kümmern, dass alles fabelhaft abläuft. Ich war sehr traurig, dass ich nicht weitermachen konnte,” erzählt er und man glaubt es ihm von Herzen.

Doch die Pandemie kommt, mit Kurzarbeit und Zweifeln. „Es war eine seelisch sehr anstrengende Zeit für uns alle,” erzählt der 37-Jährige. Im März und April 2020 ist er zuhause, im Sommer arbeitet er nur einen Tag pro Woche. Viel Zeit für einen Menschen der seit der Schulzeit immer Vollzeit gearbeitet hat. “Wie lange dauert das noch?”, denkt er sich. Und: “Was mache ich jetzt?” Er überlegt sich neue Zukunftsaussichten, macht Pläne. Er braucht eine Ausbildung, die er auch in der Kurzarbeit, auch wenn er wieder in seinen Beruf einsteigen kann absolvieren kann. Um einen Job zu haben, den der auch unter Einhaltung der Maßnahmen machen kann. Nur welcher Job ist krisensicher? Wie finanziert man sich die Ausbildung? Wer hilft einem dabei?

Ich habe einen Job gesucht, der krisensicher ist

Mark Santa, 37, macht eine Ausbildung zum Personalverrechner

Ende August 2020 bekommt Herr Santa Hilfe. Sein Arbeitgeber organisiert gemeinsam mit der Gewerkschaft vida und waff eine Infoveranstaltung im Hotel. Dort hört er zum ersten Mal, dass es Menschen gibt, die ihm Antworten auf seine Fragen geben können. Wenige Tage später hat er seinen ersten, kostenlosen Termin mit seinem waff-Berater.

Gemeinsam besprechen sie, welche Voraussetzungen Herr Santa mitbringt, was ihn für längere Zeit interessieren könnte, welche Jobs er auch machen könnte, wenn die Situation länger so bleibt.  Bei der Beratung bekommt er einige Vorschläge, Ideen und auch Hilfsmaterial zu der Entscheidung.

Ein zweites Standbein in unsicheren Zeiten

Beim zweiten Termin fragt sein Berater, ob sich Herr Santa eine Ausbildung zum Personalverrechner vorstellen könne. “Das war mein Plan B!” antwortet der 37-Jährige. Durch seine Ausbildung im Bereich Wirtschaftsökonomie hat er Erfahrung mit der Arbeit mit Daten und Zahlen. “Wir haben das Ziel zusammen gefunden,” erzählt Herr Santa. Und auch beim Weg dahin bekommt er Unterstützung.

“Ich habe gegrübelt. Am Ende des Monats sollte ich meine Rechnungen zahlen können. Mache ich die Ausbildung Vollzeit und muss ich den Kurs selber zahlen, geht das nicht.” Die Lösung: Sein Arbeitgeber gewährt ihm Bildungskarenz, mit Möglichkeit geringfügig oder in Bildungsteilzeit zurückzukommen. Der waff übernimmt ca. die Hälfte der Kosten für den Kurs. Und er macht die Ausbildung abends.

Ab November 2020 lernt er acht Monate lang alles über die arbeitsrechtlichen und abgabenrechtlichen Feinheiten des Kollektivvertrages, über Mutterschutz oder die Karenz. “Ich finde den Bereich spannend, es ist ein stabilerer Job mit dem man vielen Menschen beraten und helfen kann,” erzählt der 37-Jährige. Im Juni 2021 wird er seine letzten Prüfungen ablegen, dann ist er geprüfter Personalverrechner.

Danach stehen ihm viele Wege offen: Fortbildungen in den Bereichen Arbeitsrecht oder Steuerberatung etwa. Oder doch wieder in den Tourismus? “Ob ich in meinen alten Beruf zurück gehe, oder in den Bereich Personalverrechnung als Quereinsteiger hinein springe: ich bin am Ende so oder so glücklich,” erzählt Herr Santa. Und man glaubt es ihm.

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